Eine Khutba über das Wohnen?

Marius Badstuber
Marius Badstuber

Als ich vor nicht allzu langer Zeit mit meinem Partner am Fluss spazieren ging, war die Stimmung zwischen uns recht eisig. Um uns einander etwas näher zu bringen fragte ich ihn, worüber ich denn meine nächste Khutba halten könne. „Keine Ahnung“, antwortete er gelangweilt. Also schauten wir auf die Häuser entlang des Ufers, und ich schlug etwas scherzhaft vor, eine Khutba über das Wohnen zu schreiben, worauf er sagte, das sei ganz und gar keine gute Idee. Es würde Menschen nur stressen, weil sie vielleicht in ungüstigen Bedingungen wohnen, oder gar keinen angemessenen Wohnraum hätten.
„Gerade deshalb“, dachte ich mir, „wäre eine Khutba über das Wohnen nicht so uninteressant“. Das Wohnen in geschütztem Wohnraum ist zwar ein Menschenrecht, aber im deutschen Grundgesetz nicht als Recht auf eine Wohnung verankert, sondern lediglich, aber immerhin, als Recht auf ein Dach über dem Kopf in irgend einer Art Unterkunft. Das kann natürlich auch ein Mehrbettzimmer in einer Notunterkunft sein. Ich dachte darüber nach, dass Wohnraum mehr heißt, als ein Dach über dem Kopf zu haben. Wohnraum ist ein geschützter Ort, an dem man ganz man selbst sein kann. Hier kann man singen, tanzen, komische Dinge tun, ohne dass es jemanden etwas anzugehen habe. Wohnraum ist auch der Ort, an dem man nach der Arbeit mit seinem Partner, seiner Partnerin, zusammenkommt, um sich auszuruhen und sich gegenseitig Geborgenheit und Sicherheit, Liebe, Freude und Mitgefühl zu schenken.

وَمِنْ آيَاتِهِ أَنْ خَلَقَ لَكُمْ مِنْ أَنْفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةً ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُون

 

Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Partnerwesen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Geborgenheit findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.

Am Ende unseres Spaziergangs war die eisige Mauer zwischen mir und meinem Freund nicht verschwunden, sondern manifestierte sich als permanente Trennungsmauer. Er sagte mir, dass sich meine Wünsche nach einer festen Beziehung nicht erfüllen würden – und zwar weder jetzt noch in Zukunft. Ich ging nach Hause, verkroch mich unter der Bettdecke und wollte an nichts denken, am allerwenigsten an eine Khutba. Ich wusste überhaupt nichts mit mir oder der Welt anzufangen.

Doch schon am nächsten Tag regte sich ein kleines, fast unhörbares Stimmchen in meiner Brust. Es sprach: Sei du selbst. Und es flüsterte ganz leise: Du hast dich in der Partnerschaft vollkommen verloren. Erinnere dich an deine eigenen Wünsche und Ziele.
Die leise Stimme sagte auch, dass es eine wertvolle und vertraute gemeinsame Zeit war, die ich nicht als vergangen abtun sollte, sondern in mir wertvoll halten solle, als schönste der Erinnerungen. Und nicht zuletzt flüsterte die Stimme, dass dieses Geschehen vielleicht eine Sühne darstellt, für Schmerzen, die ich anderen unabsichtlich, oder gar absichtlich, zugefügt hatte. All diese kleinen Töne wollten gehört werden, und Beachtung finden. Und während ich an meinem heißen Tee nippte, forderten sie mich auf, ich selbst zu sein, sprachen von Freiheit und Freude an selbstgewählten Zielen. Leicht gesagt: Sei du selbst. Wer war das, ich selbst?

Eine Khutba musste geschrieben werden, und in meinem Kopf war ein unbändiges Durcheinander. „Wohnen“, beschloss ich, war ein fantastisches Thema für eine Khutba. Ein vollkommen emotionsloses, faktisches Thema über den Wohnraum des Propheten und seiner Frauen nach der Hidschra in Medina bot sich in diesem emotionsgeladenen Moment geradezu an, mich wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen und mein Leben zu meistern. Nun dann….

Wohnen
Als der Prophet Mohamed von Mekkah nach Medina zog, benötigte er Wohnraum für sich und seine Familie. Die immer zahlreicher werdenden Ehefrauen wollten untergebracht werden. So baute er eine Wohnanlage mit einem Innenhof, der eine Gebetsstelle enthielt und um den herum die kleinen Wohnräume seiner Gattinen lagen. Für ein wenig Privatsphäre sorgten lediglich ein paar Vorhänge, anstelle von Türen. Hier lebte Mohamed sein polygames Leben und wurde nach Möglichkeit jeder seiner Frauen gerecht, indem er reihum die Nacht mit ihnen verbrachte. Diesen Ehemann mit neun Frauen zu teilen, hieß, dass man sich auf jeden neunten Tag freuen dufte und auf die sich anschließende Nacht. Es war eines der größten Geschenke, den eigenen Tag an eine der anderen Frauen abzugeben. Sauda z.B., die Mohamed heiratete, als sie verwitwet und schon älter war, entschloss eines Tages, all ihre zukünftigen Tage an Aisha abzugeben, um dem Propheten etwas Gutes zu tun. Doch normalerweise achteten die Frauen eifersüchtig darauf, dass der Prophet ihren Tag in ihrem Wohnraum mit ihnen verbrachte. Ich bemerkte an dieser Stelle wie Ihr, dass ich mich von der Thematik des Wohnraums innerlich bereits entfernt hatte, um weit weniger die räumlichen Gegebenheiten zu betrachten, als das Leben der Gattinen des Propheten. Mein gedanklicher Weg führte mich in ihre Räume hinein, und so kam ich zu Hafsa, der Frau des Propheten und bat sie um ihre Freundschaft, die sie mir gewährte, als sie mir ihre Geschichte erzählte, die mich tröstete in meinem Schmerz, so wie zuvor Aishas Geschichte mich getröstet hatte, in meiner Eifersucht, und Khadijas Geschichte die meine Freude verstärkt hatte, in einer Zeit, als mein Leben besonders fröhlich war.
Hafsa, Tochter von Omar Ibn Al-Chattab und dessen erster Frau Zainab bint Ma’zun, war eine junge Frau unter 18, als sie Khunais heiratet. Dieser starb jedoch nach der Schlacht von Badr und ließ Hafsa im Alter von nicht mehr als 20 Jahren als Witwe zurück. Hafsas Vater Omar wollte sie erneut verheiraten, daher ging er zu Othman und fragte ihn, ob er Hafsa heiraten wolle. Othman war dafür bekannt, gerade eine Frau zu suchen, doch wandt er sich und sagte, er sei gerade nicht an einer Heirat interessiert. Omar ging nun zu Abu Bakr, um ihm dieselbe Frage zu stellen, doch dieser schwieg, was Omar veranlasste, sich beim Propheten über die beiden Sahaba zu beschweren. Doch kaum hatte er seinen Ärger kommuniziert, erfuhr er den Grund: Der Prophet selbst wollte Hafsa heiraten und sowohl Othman als auch Abu Bakr hatten davon gewusst, wollten es aber nicht preisgeben. So zog Hafsa in den Haushalt des Propheten Mohameds ein, und die Freude ihres Vaters war groß.
Hafsa, Ehefrau des Propheten Mohameds hat mir ihre Geschichten erzählt, damit ich die Stimmen in meiner Brust besser hören konnte. Denn ihre Stimmen sprachen ganz ähnliche Wörter wie meine.

Hafsa und Aisha – die Geschichte vom Fasten
Hafsa und Aisha hatten schon einige Zeit nicht mehr genug zu essen gehabt. Das war üblich im Hause des Propheten. Es musste mit sehr wenig ausgekommen werden. An etwa dem fünften Tag beschlossen Aisha und Hafsa nun auch noch, zu fasten. Als jedoch mitten am Tag ein Mann mit einer üppigen, schmackhaften Mahlzeit zu ihnen kam, konnten sie sich nicht zurückhalten. Sie brachen ihr Fasten und aßen davon, nur um gleich darauf zu bemerken, wie sie sich dafür schämten. Als der Prophet nach Hause kam, rannte Hafsa auf ihn zu und erzählte ihm sofort, was vorgefallen war, worauf Aisha sprach: Sie ist ihres Vaters Tochter.
Hafsas Vater Omar war nicht gerade für seine innere Ruhe und Ausgeglichenheit bekannt. Als patriarchalische Führungspersönlichkeit hatte er wenig Neigung, sich zurückzuhalten, sondern tat seine Meinung gerne und lauthals kund. Zur Illustration: Als er eines Tages einen Streit mit seiner Frau hatte, schrie er sie an, doch zu seinem Entsetzen schrie sie schamlos zurück. „Du wagst es, mir laut zu widersprechen?“, schimpfte er. Da antwortete seine Frau: „Selbst die Frauen des Propheten tun das“.
Sofort vergaß Omar, dass er in einen Streit verwickelt war. Hafsa, seine Tochter, war eine dieser Frauen. Er lief zum Haus des Propheten, suchte seine Tochter auf, und fragte sie, ob dies wahr sei. Sie antwortete, ja es sei wahr, und manchmal sprechen wir den ganzen Tag lang nicht mit Mohamed.
Empört wies sie ihr Vater darauf hin, dass es schönere Frauen gäbe, die sich so etwas vielleicht leisten könnten, Frauen, die in der Gunst des Propheten höher standen. Aber Hafsa solle bitte gehorsam schweigen.
Es war dieser Charakter, den Aisha meinte, als sie Hafsa als Tochter ihres Vaters bezeichnete. Dabei bezog sie sich sicherlich nicht auf den Ärger, sondern die freimütige Äußerung dessen, was in ihrem Herzen wohnte.

Der Name Hafsa bedeutet „kleine Löwin“. Manchmal macht es Spaß, im „Urban Dictionary“ nach Informationen zu schauen – für den Namen Hafsa steht Folgendes. Mit Sicherheit speist es sich aus der eben gehörten Geschichte und einer weiteren, die ich gleich erzählen werde. Nicht ganz ernst nehmen bitte, was nun zunächst folgt. Das Urban Dictionary schreibt:
Hafsa ist ein arabischer Name. Er bedeutet Kleine Löwin. Menschen mit diesem Namen sind mutig und stark. Sie haben eine scharfe Intelligenz. Freundschaft bedeutet ihnen alles. Eigentlich sind sie freundich und höflich bis man sie ärgert oder verletzt. Sie kümmern sich nicht darum, was andere Leute über sie denken. Ihre Persönlichkeit ist manchmal recht verwirrend, was sie Aufmerksamkeit erregen lässt. Hafsas sind humorvoll und haben einen guten Geschmack, was die Mode betrifft. Außerdem sind sie normalerweise ziemlich attraktiv und hübsch. (eigene Übersetzung)
So viel zum Urban Dictionary.
Wie Aisha sagte: Hafsa war ein Kind ihres Vaters, und Aisha meinte genau dieses: Eine mutige starke Frau mit ihrer eigenen Meinung, die sie kundtat, auch wenn man sie bat, zu schweigen. Was hier noch fehlt ist ihre unerschrockene Ehrlichkeit bezüglich ihrer eigenen Handlungen und Gefühle. Als ich diese Geschichte von Hafsa hörte, bewunderte ich ihren Mut, sofort die Wahrheit zu sagen, ungeachtet jeglicher Konsequenzen. Die Stimme in mir wurde etwas lauter, sie flüsterte einen leisen Ton von Freiheit und Verlust – beides zugleich. Beides gab es auch in Hafsas Leben.

Die Geschichte von Hafsa und Mariah
Eines Tages, es war Hafsas Tag mit dem Propheten, bat sie ihren Mann, ihre Mutter besuchen zu dürfen. Warum sie ausgerechnet an jenem Tag gehen wollte, der doch ihr besonderer Tag mit dem Propheten war, wissen wir nicht. Jedenfalls ging sie fort, kam aber vorzeitig zurück, so dass sie unerwartet in ihr Wohnquartier eintrat. Dort traute sie kaum ihren Augen. Sie fand Mohamed, manche sagen, in einer wenig schönen Situation, mit Mariah Al-Qibtije, Mariah, der Koptin, die er vom Abessinischen Oberhaupt als Sklavin geschenkt bekommen hatte. Mariah war bei den Ehefrauen des Propheten nicht besonders beliebt. Man sagt sie sei jung und sehr schön gewesen, was die Eifersucht der Anderen erregt hätte.
Hafsa fand nun Mohamed und Mariah an ihrem Tag, in ihrem Raum, in dieser fragwürdigen Situation und machte ihrem Ärger Luft – laut und ungehalten. Solange, bis der Prophet keinen anderen Ausweg sah, sie zu beruhigen, als ihr zu versprechen, sich nie wieder mit Mariah in eine solche Situation zu begeben. Hafsa war zufrieden. Nun bat Mohamed Hafsa, dies alles niemandem zu erzählen und Hafsa versprach es ihm.
Dann ging Hafsa zu Aisha und erzählte ihr alles.

Natürlich ging Hafsa zu Aisha und erzählte ihr alles. Erstens war Aisha ihre engste Vertraute. Und zweitens hatte Hafsa einen Triumph zu feiern, der ihre hohe Position unter den Ehefrauen unter Beweis stellte. Was Aisha nicht geschafft hatte, nämlich Mariah aus dem Hause des Propheten zu verbannen, hatte nun Hafsa erreicht.
Doch war ihr Mut wohl zu weit gegangen, denn nun offenbarte Allah seinem geliebten Propheten die Sure 66, in der wir die Frage lesen, warum hast du, Mohamed, für Haram erklärt, was wir (Allah) für dich Halal gemacht haben. Dies wird sich auf Mariah beziehen. Mohamed wusste, dass Hafsa zu Aisha gegangen war, und ihr Versprechen gebrochen hatte. Er sprach die Scheidung aus. Wie wichtig das Private zwischen zwei Partnern ist, zeigt sich an dieser Stelle unmissverständlich. Die Scheidung folgt dem Bruch des Versprechens, dem Ausplaudern des Geheimen, dem, was die beiden Partner jenseits der Gesellschaft miteinander verbindet. Wir lernen hier etwas Essenzielles, das in unserer heutigen Gesellschaft meines Erachtens nach vollkommen vergessen wird. Nur durch die absolute Sicherheit, dass Vertrautes nicht nach außen getragen wird, kann Vertrauen entstehen. Vertrauen aber ist unerlässlich für jede Partnerschaft. Nur eine Ehe mit einer solchen absoluten Vertrautheit ist der Ort, an dem Mauwade wa Rahme tatsächlich wirksam werden. Diese Vertrautheit ist es vor allem Anderen, was eine Partnerschaft ausmacht und Li taskunuh ilaiha bedeutet genau dies. Hafsa erhielt ihre strenge Strafe für den Bruch des Vertrauens ihres Ehemannes.
Als diese Nachricht bei Omar ankam, war er entsetzt. Innerhalb weniger Stunden wusste ganz Medina, dass Hafsa von Mohamed geschieden war. Sie sagte ihrem Vater, dass Mohamed sehr wohl noch Gefühle für sie hatte, und es einen anderen Grund für die Scheidung gab. Und in der Tat, Mohamed harrte die reguläre Wartezeit von knapp drei Monaten aus, um sie dann zurück zur Frau zu nehmen. Er sagte, Jibreel habe ihn dazu veranlasst.

Hierin liegt meiner Meinung nach ein großer Trost für uns, wenn wir verlassen werden. Der Trost liegt darin, dass Hafsa zurückgenommen wurde. Auch wenn das bei uns nicht der Fall ist. Aber mit dieser Hoffnung zu leben wird uns helfen, über die erste Zeit der Trennung hinwegzukommen. Wir stellen uns zunächst vielleicht vor, dass alles wieder so werden wird, wie es war. Doch dann, ganz langsam, gewöhnen wir uns an die tatsächlichen Gegebenheiten und stellen nach und nach immer deutlicher fest, dass es nicht mehr so werden kann und auch nicht mehr so werden sollte. Stück für Stück, Tag für Tag, finden wir zu uns selbst zurück als Mensch außerhalb dieser Partnerschaft oder auch Freundschaft. Die Zeit des Hoffens auf eine Rückkehr hat den Zweck des emotionalen Überlebens, so lange die Trauer besonders groß ist. Zuerst sah ich Hafsa als eine Frau, die geschieden war, und dann wieder zurückging. Dann begann ich Hafsa als eine Frau zu sehen, die ungachtet aller Kosten, immer sie selbst geblieben ist. Daran hätte sich auch nichts geändert, wenn sie für immer vom Propheten getrennt geblieben wäre. Ihr emotionaler Impuls entsprach ihrer authentischen Art und Weise, ihre Erfahrungen zu bewerten und ihre eigene Würde zu verteidigen. Hafsa, die Ehefrau des Propheten, würde sich immer wieder entscheiden, ihre Meinung kundzutun, statt zu schweigen.
Hafsa lebte mit dem Propheten Mohamed bis er starb. Sie war es, die den Koran zweimal besaß – einmal in ihrem Herzen, und einmal in Form beschriebener Blätter. Sie war eine intelligente Frau, die lesen und schreiben konnte, eine Gelehrte, die betete und fastete. Hafsa wurde geschätzt und geehrt von ihrem Ehemann, den Sahaba und den Gläubigen, Männern und Frauen, bis heute.

Eine Frau, die so deutlich ausspricht, was gesagt werden muss, ohne Rücksicht auf Verluste, erinnert mich, dass mir meine kleinen Stimmchen nicht vorschlagen, ich selbst zu sein, sondern es von mir erwarten. Man selbst zu sein, ist Ikhlas – Aufrichtigkeit – und es fühlt sich gut an, auch wenn es nicht immer zu schönen Situationen führt. Die Vereinigung des Planes, auf der einen Seite, den Allah für uns ausgesucht hat, und die Verwirklichung unserer Vorstellungen auf der anderen Seite bringt besondere Freude. Natürlich können wir nie hundertprozentig wissen, was der Plan war. Aber wir haben doch einen deutlichen inneren Kompass, der uns sagt, was uns gut tut. Das ist wahrscheinlich das Richtige, und ich persönlich denke, es fühlt sich richtig an, und froh, weil es kongruent ist mit dem, was für uns ausgesucht wurde, weil es unsere Persönlichkeit integer und stimmig werden lässt. Andere Menschen – Menschen, die schöner, intelligenter, und besser waren als ich, hatten Dramen durchzustehen, die ihnen von Allah zugeteilt wurden und werden. Sie haben sie mehr oder weniger unbeschadet überlebt. Es hat wenig Sinn, darum zu bitten, von solcherlei Schicksalsschlägen verschont zu werden. Das können wir allenfalls im Paradies erwarten. Aber lernen können wir immer. Und uns Trost suchen im Koran und in den Geschichten. Besonders vielleicht von den Personen aus dem Hause des Propheten Mohameds. Es lohnt sich ihre Freundschaft zu suchen.

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