Projekte

Das LGBT*IQ-Kompetenzzentrum der Ibn Rushd – Goethe Moschee ist ein wichtiger Meilenstein für homosexuelle Muslime. Wir wollen Helfen, Kooperieren und Vernetzen. Diskriminierung, Ausgrenzung sowie persönliche Angriffe haben bei uns keinen Platz!

Das LGBT*IQ-Kompetenzzentrum der Ibn Rushd – Goethe Moschee möchte queeren Muslimen, einen Ort der sozialen und spirituellen Geborgenheit anbieten. Wir betrachten jeden Menschen als Gottes Schöpfung, daher können noch werden wir es akzeptieren, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von der Religionsausübung ausgeschlossen werden, das widerspricht der allgemeinen, unverwechselbaren Menschenwürde.

Weil es auch LGBT*IQ-Muslime gibt, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden oder gar schlimmeres erfahren, soll mit dem Kompetenzzentrum eine direkte und schnelle Anlaufstelle geschaffen und somit die Möglichkeit gegeben werden, Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen zu können. Besonders in religiösen sowie kulturellen Fragen, die sehr sensibel aufgeladen sind, versucht das Kompetenzzentrum eine interreligiöse bzw. interkulturelle Vermittlerfunktion einzunehmen.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unseren LGBT*IQ Koordinator Tugay Sarac unter (queer@ibn-rushd-goethe-moschee.de)

Der Islam kennt eine weitaus größere Bandbreite an Rollen, die Frauen in der Gesellschaft einnehmen können, als die heute bekannten und proklamierten. Bereits zu der Zeit Mohammeds gab es Frauen, die als Imaminnen gearbeitet haben, die mit in den Krieg gezogen sind oder die als Geschäftsfrauen sehr erfolgreich waren. All dies ist im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.

Wir wollen mit diesem Workshop längst vergessene islamische Heldinnen wieder sichtbar machen und den Schüler*innen zeigen, dass es sehr unterschiedliche Vorbilder in der islamischen Geschichte gibt, an denen man sich orientieren kann. Außerdem wird es darum gehen, die Entstehung der starken patriarchalen Strukturen im Islam zu verstehen und zu hinterfragen. Denn viele Regelungen – insbesondere zur Rolle der Frau – sind erst viele Jahrhunderte nach dem Tod des Propheten Mohammad entstanden.

Der Workshop basiert auf dem Buch “Die Frauen von Medina”, welches die Ibn Rushd-Goethe Moschee zusammen mit dem dänischen Islamwissenschaftler Jepser Petersen herausgegeben hat.

Dieses Projekt wird gefördert von der ZEIT-Stiftung.

Wenn Sie einen solchen Workshop in Ihrer Schule anbieten wollen oder Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an Mohamed El-Kateb (mok@ibn-rushd-goethe-moschee.de)

Wir arbeiten derzeit an der Einrichtung eines Instituts für einen progressiven Islam. Dieses Institut soll zwei wichtige akademische Bereiche miteinander verbinden und damit eine wissenschaftliche Lücke schließen. Zum einen soll im Kompetenzzentrum Forschung rund um das Thema liberaler Islam und progressive Koranauslegung betrieben werden. Es geht darum, die wissenschaftliche Debatte im Islam ohne Denkverbote voranzubringen und Studien zu Themen in Auftrag zu geben, die bisher nur konservativ betrachtet wurden. Dazu zählen unter anderem die Themen interreligiöse Ehen und Partnerschaften, Homosexualität und die Rolle der Frau. Der zweite Bereich wird sich der Lehre widmen, um die gewonnenen Erkenntnisse in Fortbildungsveranstaltungen weiterzugeben. Hierbei sind im Sinne der Befähigung zur Deradikalisierungsprävention vor allem erst einmal Pädagogen, Sozialarbeiter, Politiker und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung im Fokus. In einem weiteren Schritt sollen auch Islamwissenschafter und –theologen ausgebildet werden, um progressive Gemeinden weltweit zu unterstützen.

Für weitere Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an Marlene Löhr (marlene.loehr@ibn.rushd-goethe-moschee.de)

In Kooperation mit dem Kindergarten der Evangelischen Gemeinde Tiergarten lesen wir einmal im Monat Märchen für Kinder bei uns in der Moschee vor. Zu jeder Vorlesestunde wählen wir ein Märchen aus einem anderen Land aus und begeben uns somit gemeinsam auf eine literarische Reise um die Welt.