Berliner Moschee bietet queeren Muslimen Schutz. Die “Ibn Rushd-Goethe Moschee“ in Moabit, geleitet von Seyran Ates, gilt als sehr liberales Gotteshaus. Denn dort wird sich um Islam und Diversity“ gekümmert, also die Belange und die Sorgen von queeren, gläubigen Muslim*innen. Es geht vor allem um die Vereinbarkeit von Homosexualität und dem muslimischen Glauben. Ates und ihr Team beraten und betreuen. „Wir wollen das Thema raus aus dem Angstbereich holen“, sagt sie. „Bisher ist es tabuisiert, wir wollen Scheuklappen entfernen und Vorurteile abbauen.“

An diesem Thema kann in der Moschee durch ein fünfjähriges Förderprogramm gearbeitet werden: Dank des Familienministeriums erhält Ates jährlich 179.000 Euro für Personalkosten, Referenten, Honorare und Sachkosten. Vier Expert*innen wurden angestellt. Es soll Workshops geben, um sich mit Lehre und Forschung zum Thema „Islam und Diversity“ zu beschäftigen. „Wir sind mit Aktivisten aus Ägypten, der Türkei, Frankreich, dem Irak und anderen Ländern vernetzt“, sagt Ates. „Wir wollen hier ein internationales Kompetenzzentrum entwickeln.“

 

Zu lesen im Newsletter Queerspiegel Donnerstag, 19. November 2020 

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