Holy Hands – Silke Lapina Ausstellung

 “Holy Hands” Berlin 2021, Silke Lapina.

Unter dem Titel „Holy Hands“ werden beim Freitagsgebet am 08.10.2021 in der Ibn Rushd – Goethe Moschee in Berlin Moabit, die Werke der Künstlerin Silke Lapina präsentiert. Die Hände als ein Zeichen der Annäherung stehen bis heute im Mittelpunkt der meisten Kulturen. Inspiriert von der jüdischen, christlichen und muslimischen Mystik spielen in den Werken der Künstlerin Silke Lapina vor allem die Themen Wahrnehmung, Berührung und Verbundenheit eine zentrale Rolle. Das Symbol der Hand ist für jeden zugänglich und schafft Verbundenheit. Wir leben in einer Gesellschaft der Abgrenzung die allgemein akzeptiert und gelebt wird. In einer Welt, die das Fühlen verlernt zu haben scheint, reicht man sich professionell und distanziert die Hände. Allzu oft geschieht dies teilnahmslos und mit leerem Blick, erschöpft und desinteressiert. Dieser fehlenden Verbundenheit, besonders in der großstädtischen Isolation, möchte die Künstlerin entgegenwirken – mit der Moschee als Ausstellungsraum: 

“Ich sehe die Ibn Rushd – Goethe Moschee vor allem als Ort der Begegnung und Offenheit. Es ist eine Moschee, jedoch ist das Freitagsgebet und die anschließende Diskussionsrunde für jeden zugänglich egal ob Atheist oder einer anderen Glaubensrichtung zugehörig. Ein Dialog verschiedener Weltbilder wird hier nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt. Darüber hinaus hat mich in der Moschee etwas gerührt wofür ich keine Worte habe – dafür ist dann meine Kunst da. ” 

 Die 2017 eröffnete progressive liberale Ibn Rushd – Goethe Moschee schafft Raum für eine respektvolle Begegnungskultur, die verbinden soll. Mitbegründerin und Imamin ist Frauenrechtlerin Seyran Ates. Im Unterschied zur Mehrheit anderer Moscheen, beten hier Frauen und Männer in gemeinsamen Reihen, die Predigten werden auch von Frauen gehalten, das Tragen von Kopfbedeckungen ist freiwillig und die LGBTQ+ Community ist willkommen. Die theologische Ausrichtung der IRG Moschee basiert auf einer humanistischen, kritisch-historischen Koranexegese, welche die Künstlerin Silke Lapina in ihren Werken inspiriert hat. In einem gesellschaftlichen Kontext, in dem eine politische Spaltung aktuell zunimmt, braucht es Projekte, die Räume der Verbundenheit und Begegnung schützen und unterstützen. 

Ausstellungszeitraum: Die Werke sind jeweils zu den Freitagsgebeten vom 08.10.21. – 29.10.21 zu besichtigen. Adresse ist die Ibn Rushd – Goethe Mosche, Ottostraße 16, 10555 Berlin. Anmeldung zum Freitagsgebet erfolgt über die E-Mail: mok@ibn-rushd-goethe-moschee.de Um eine Voranmeldung wird gebeten. Am Freitag den 08.10.21, wird nach dem Freitagsgebet zu einer Diskussionsrunde eingeladen. 

Silke Lapina ist eine deutsch-philippinische Künstlerin und Fotografin, die in Berlin lebt. Sie assistierte mehreren FotografInnen und bildenden KünstlerInnen in den Bereichen Street Art und Fashion rund um den Globus, bevor sie ihren B.A. in Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien erhielt. Derzeit studiert sie im M.A. Religion und Kultur an der Humboldt Universität in Berlin. Ihre Kunstwerke sind stark von Anthropologie und Popkultur beeinflusst. In ihren Arbeiten, die sie in einer breiten Palette von Medien wie Fotografie, Malerei, Installation und Performance ausführt, setzt sie sich mit Themen wie Religion und Transformation in der heutigen Gesellschaft, Meditation und Interkulturalität auseinander. Ihre Arbeiten wurden auf diversen Gruppen-, als auch Einzelausstellungen in Hamburg, Berlin, Wien, Zürich und Ile-Ife ausgestellt. 

Web: silkelapina.com 

E-Mail: studio@silkelapina.com 

Instagram: @silkelapina 

(Text von Paula Dengs) 

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