Freitagspredigt vom 22.06.2018

Der Umgang mit Trauer und Leid

Eines unserer Gemeindemitglieder hat einige Khutbas über menschliche Gefühle gehalten. Hier soll sich auch meine heutige Khutba einreihen. Es gab eine Khutba über den Humor und das Lachen, eine über das Zweifeln, und eine über das Glück. Heute spreche ich über das Gefühl vonTrauer und Leid. Wenn es uns befällt, heißen wir es nicht willkommen und zuweilen macht es unser Leben geradezu unerträglich. Der Sinn des Leidens entzieht sich uns meist ganz und gar.

Aber dürfen Muslime überhaupt leiden und trauern? Wenn doch alles von Gott kommt, soll es nicht mit Freude angenommen werden? Wir sagen, alles ist vorbestimmt, alles schon geschrieben, die Tinte ist schon getrocknet. Dennoch leiden wir.

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Freitagspredigt vom 19.01.2018

Geschwisterlichkeit im Islam

Gott betont immer wieder, dass die Muslime eine Familie, eine Gemeinschaft sind, also Brüder und Schwestern.

Aber dennoch gibt es immer wieder Kämpfe zwischen ihnen: Schiiten gegen Sunniten, besonders in Iraq oder Stamm gegen Stamm, das beste Beispiel waren die Kämpfe in Jemen. Gerade das wollte der Prophet Muhammad beim allerersten Fast-Kampf kurz nach dem Einzug des Propheten in Medina zwischen den Stämmen von Medina, verhindern.

Der Anlass war: Gleich nach der Ankunft des Propheten in Medina schloss er mit den Stämmen der Aws und Khazradsch und denen der dort angestammten Judenstämmen ein Bündnis, um eine Gemeinschaft von Gläubigen zu herzustellen, ohne dabei die unterschiedlichen Religionen anzutasten. Muslime und Juden erhielten den gleichen Status, eine Charta des Zusammenlebens und des gegenseitigen Beistands. Ich würde sagen, der erste Vorläufer unserer heutigen Vereinigten Nationen. Einfach toll zu der damaligen Zeit!

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