Jüdische Flüchtlinge aus Deutschland im Apartheid-Staat Südafrika

Kontakt Gesprächskonzert: Konrad Melchers, Kmelchers@t-online.de, Tel. : 030- 61073877

Jüdische Flüchtlinge aus Deutschland
im Apartheid-Staat Südafrika

Gesprächskonzert zum Jubiläum
„1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“
30. November 2021, 18 Uhr

St. Matthäus-Kirche, Kulturforum Berlin
in Kooperation mit der Ibn-Rushd-Goethe Moschee

Einlass ab 17 Uhr nach den 3 G – Regeln der Covid-Pandemie.

mit Unterstützung von:
Afrikahaus Berlin, Anne Frank-Zentrum Berlin, Botschaft der Republik Südafrika, Deutsche Afrika-Stiftung, Deutsch-Südafrikanisches Forum e.V., und Pactum Africanum – Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V.

Anmeldungen bitte bis 26. November 2021 an https://event.gs/s/E7Df

Eintritt für Erwachsene €10, Jugendliche frei. Plätze werden nur nach Bezahlung des

Eintrittspreises garantiert. Evtl. Restkarten erhalten Sie an der Abendkasse.

Am 11. Dezember 321 dekretierte der römische Kaiser Konstantin auf Antrag des Stadtrats von Köln die Gleichberechtigung der Juden in seinem Reich. Zm 1700 Jahre Jubiläum wurde unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Verein „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ gegründet, unter dessen Namen über 1000 Veranstaltungen ausgerichtet werden.

Zu diesem Jubiläum gehört auch das Leben deutscher Juden, die vor dem Holocaust ins Ausland fliehen mussten wie die Familie von Ruth Weiss nach Südafrika. In Südafrika wurden die Flüchtlinge mit dem extremen Rassismus des Apartheidregimes konfrontiert. Deshalb unterstützten jüdische Emigranten aus Deutschland den Kampf gegen die Apartheid, darunter auch die heute 97jährige herausragende Afrika-Journalistin und Autorin Ruth Weiss mit Artikeln für den Guardian, die Financial Times, die Deutsche Welle und andere deutsche Medien sowie mit ihren Büchern. „Meine Schwester Sara“, ihr erfolgreichster Roman (17 Auflagen, zeitweilig Pflichtlektüre für die obere Gymnasialstufe in Baden-Württemberg), handelt in dieser Problemkonstellation. In ihrer Autobiografie „Wege im harten Gras“ berichtet Ruth Weiss über das Leben der deutschen jüdischen Flüchtlinge in Südafrika.

Programm Gesprächskonzert

Lieder von Miriam Makeba, vorgetragen von der Sängerin Jarita Freysank und dem Gitaristen Arenor Anuku, wechseln mit dem gesprochenen Wort. Nelson Mandela sagte zur „Mama Africa“: „Sie war die Mutter unseres Kampfes und Südafrikas First Lady der Musik … Ihre Musik weckte die Macht der Hoffnung in uns allen.“ Ruth Weiss hat Miriam Makeba mehrfach interviewt.

Einführung:
Lutz Kliche, Ruth Weiss Gesellschaft, Literaturvermittler und Lektor

Begrüßung:
Pfarrer Hannes Langbein, Direktor der St. Matthäus Stiftung und Imamin Seyran Ates, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin

Vortrag:
Ruth Weiss: die Rolle der deutschen Juden in Südafrika während des Apartheidregimes.

Lesung:
Seyran Ates und Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Vorsitzender, „Pactum Africanum – Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V.“ lesen aus dem Bestseller von Ruth Weiss „Meine Schwester Sara“. Der Roman handelt von der jüdischen Waisen Sara, deren Mutter im Konzentrationslager umgekommen ist. Sie wird von einer burischen Familie in Südafrika adoptiert, die allerdings angenommen hatte, sie sei eine deutsche Kriegswaise. Als sich herausstellt, dass sie eine jüdische Waise ist, erfährt sie harten Antisemitismus, insbesondere durch den Familienvater, der ein hoher Funktionär der südafrikanischen Nationalpartei ist. Sara kämpft sich bis zum Beruf einer Anwältin durch, erfährt auch den Rassismus gegen die Schwarzen, schließt sich dem schwarzen Befreiungskampf an und wird dabei umgebracht.

Grußwort:
S.E. Phumelele Stone Sizani, Botschafter der Republik Südafrika

Podiumsdiskussion:

Ruth Weiss, Botschafter Sizani, Dr. Uschi Eid, Präsidentin, Deutsche Afrikastiftung, Seyran Ates,
Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate;
Moderation: Hans-Werner Bussmann, „Deutsch-Südafrikanisches Forum e.V.“

Geselliges Zusammensein, wenn es die Covid-Bedingungen ermöglichen.

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