Freitagspredigt vom 25.05.2018

von Abbas El-Fares

Ramadan ist die höchste Schule des Lebens.
Diese gesegnete Fastenzeit ist ein wertvolles Geschenk des Himmels an unser Leben. Die Lektionen Ramadans AlMoubarak sind einmal im Jahr wie eine Erfrischungskur für unser Denken, unser Fühlen, unser Verhalten, unsere Taten, unser Glauben und unser Leben.
Ramadan AlMoubarak ist die Zeit des Fastens, des Verzichts, der Enthaltsamkeit, der inneren Reinigung, des Nachdenkens, der Kraft und des Energietankens, des gesunden Lebens.
Ramadan AlMoubarak ist viel mehr als Verzicht auf Essen und Trinken, auf Egoismus, auf Überfluss und auf Verschwendung und Missachtung unserer Lebensgrundlagen. Ramadan AlMoubarak lehrt und vermittelt uns das Gefühl der Wertschätzung und Dankbarkeit.

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Freitagspredigt vom 18.05.2018

Ramadan

Seit einigen Tagen befinden wir uns im Monat Ramadan, im Islam ein ganz besonderer Monat. Deshalb heißt mein heutiges Thema auch Ramadan. Aus dem Grunde ist es auch wichtig, uns die Zeilen, die im Koran über diese Zeit stehen, in unser Gedächtnis zurückzurufen.

Sure Al-Baqara: 183-185: „Oh ihr, die ihr Glauben erlangt habt! Das Fasten ist für euch verordnet, wie es für jene vor euch verordnet war, auf dass ihr euch Gottes bewusst bleiben möget.

Es sind nur eine bestimmte Anzahl von Tagen. Aber wer immer von euch krank ist oder auf einer Reise, soll stattdessen die gleiche Anzahl von anderen Tagen fasten, und in solchen Fällen obliegt es jenen, die es sich leisten können, ein Opfer durch Speisung eines Bedürftigen zu bringen. Und wer immer mehr Gutes tut, als er zu tun verpflichtet ist, tut sich damit selbst Gutes; denn zu fasten ist euch selbst Gutes zu tun – wenn ihr es nur wüsstet.

Es war der Monat Ramadan, in dem der Koran zuerst von droben erteilt wurde, als Rechtleitung für den Menschen und evidenter Beweis dieser Rechtleitung und als Maßstab, mit dem das Wahre vom Falschen zu unterscheiden ist. Darum, wer immer von euch dessen Monat erlebt, soll ihn durchweg fasten. Aber wer krank ist oder auf einer Reise, soll stattdessen die gleiche Anzahl dafür von anderen Tagen fasten. Gott will, dass ihr Erleichterung habt, und will nicht, dass ihr Härte erleidet. Aber Er wünscht, dass ihr die Anzahl der erforderlichen Tage vervollständigt, und dass ihr Gott lobpreist, dass Er euch rechtgeleitet hat, und dass ihr Ihm euren Dank abstattet.“

Eigentlich alles, was wir bedenken, tun oder lassen müssen, wie wir uns zu verhalten haben, kommen in diesen Versen zum Ausdruck. „Freitagspredigt vom 18.05.2018“ weiterlesen

Freitagspredigt vom 11.05.2018

Khutbah Thema: Muttertag- Mütter der Gläubigen

Im Namen Gottes des Allerbarmers des Barmherzigen

Ich suche Zuflucht bei Gott, vor den Einflüsterungen des Teufels.

Alles Lob und aller Dank gebühren alleine Gott, dem Einen, der Niemanden neben sich hat.

Ich bezeuge, dass es nur den Einen Gott gibt,das Muhammad sein Prophet ist und dass ich alle Propheten vor ihm genauso anerkenne und achte und alle heiligen Schriften,die sie erhielten.

Mein islamischer Name ist Zahra, ich bin Muslima und seit August 2017 aktives Gemeindemitglied hier. Gott sei aller Dank dafür! Sonst sitze ich immer Freitags hier auf dem Gebetsteppich um einer Khutbah zuzuhören und heute darf ich diese Predigt halten. Dank sei Gott dafür,dass in unserer Moschee auch Frauen eine Predigt halten können. Schon viele Tage zuvor konnte ich vor Aufregung kaum schlafen und tausende Gedanken schwirrten wie kleine Vögel in meinem Kopf herum.Ich suchte nach einem Thema für meine Predigt,dabei vielen mir so viele ein, die ich sehr interessant fand und ich konnte mich einfach nicht entscheiden.Der 11. Mai, der Tag wo ich die Predigt halten sollte kam immer näher. Gott öffnete mir rechtzeitig die Augen und zeigte mir das Thema meiner ersten Khutbah. Der Vatertag war schon, aber der Muttertag liegt noch vor uns.Ist schon seltsam, das ich als Mutter diesen Tag ganz vergessen hatte.Endlich war mein Thema gefunden.Eine Mutter erinnert an alle Mütter.

Lasst mich bitte um ruhiger zu werden ein kurzes Bittgebet vom Prophet Moses (a.)aus dem heiligen Quran, Sure 20 Ta Ha Verse 25-28 rezitieren: „Freitagspredigt vom 11.05.2018“ weiterlesen

Freitagspredigt vom 04.05.2018

Der Zweifel / Die Skepsis

Bedeutung

Der Zweifel: Althochdeutsch zwîval aus germanisch twîfla, „doppelt, gespalten, zweifach, zwiefältig“) ist ein Zustand der Unentschiedenheit zwischen mehreren möglichen Annahmen, da entgegengesetzte oder unzureichende Gründe zu keinem sicheren Urteil oder einer Entscheidung führen können.

Er wird auch als Unsicherheit in Bezug auf Vertrauen, Handeln, Entscheidungen, Glauben oder Behauptungen bzw. Vermutungen interpretiert.

So definiert der Duden Zweifel als „Bedenken, schwankende Ungewissheit, ob jemandem, jemandes Äußerung zu glauben ist, ob ein Vorgehen, eine Handlung richtig und gut ist, ob etwas gelingen kann.

Etymologie
Das Wort Zweifel stammt von der Kompositionsform twi ‘zwei’, und dem Suffix -falt. Dies führte zur Wortbedeutung „zwiespältig“.

Die Skepsis:

Aus griech.

  • sképsis = Betrachtung; Bedenken,
  • sképtesthai = schauen, spähen; betrachten

bezeichnet dagegen Bedenken durch kritisches Zweifeln.

Der Begriff “Zweifel / Skepsis“ wurde im Quran 56 mal erwähnt. „Freitagspredigt vom 04.05.2018“ weiterlesen

Freitagspredigt vom 27.04.2018

Unerschaffen- oder doch erschaffen?

Bald beginnt wieder die Zeit des Ramadans, in dem die koranische Offenbarung vor Jahrhunderten ihren Anfang hatte, von Gott zu den Menschen herniedergesandt wurde.

Der Koran ist ein Kanal der Kommunikation zwischen Gott und Mensch.

Er ist, nach der von allen Muslimen akzeptierten Meinung, die Rede Gottes, die über einen Zeitraum von 23 Jahren dem Propheten Muhammad (alaihi-s-Salatu wa-s-Salam – auf ihn seien Segen und Friede), in der arabischen Sprache geoffenbart wurde.

Was bedeutet also die ‚Rede Gottes?‘ Der Koran gibt selbst die Antwort. Sehen wir uns die Sure 18:109 an. „Sprich: Wäre das Meer Tinte für das Wort meines Herrn, wahrlich, das Meer würde versiegen, ehe die Worte meines Herrn zu Ende gingen, …“. In Sure 31:27: „Und wenn alle Bäume, die auf der Erde sind, Schreibrohre wären und der Ozean Tinte und sieben Ozeane würde sie mit Nachschub versorgen, selbst dann könnte Allas Worte nicht erschöpft werden.“ Das betont die Unendlichkeit der Worte von Gott. Und wenn die Worte nicht ausgehen, unendlich sind, dann kann der Koran nur eine bestimmte Verlautbarung des Gotteswortes sein, das bedeutet: der Koran in seinem Umfang als Text ist begrenzt.

Aber der Koran bezeichnet sich an einigen Stellen selbst als ‚Rede Gottes‘. Steht also doch der Koran und Gottes Wort auf gleicher Ebene? „Freitagspredigt vom 27.04.2018“ weiterlesen

Freitagspredigt vom 30.03.2018

Friede und Freiheit im Islam

Der Begriff für Frieden kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutete ursprünglich Schutz, Sicherheit. Er schließt kulturelle, strukturelle und personelle Gewalt aus. Er ist ein Prozess. Auf die menschliche Gesellschaft übertragen ist Frieden der Zustand eines vertraglichen und gesicherten Zusammenlebens von Menschen sowohl innerhalb als auch zwischen den Gesellschaften und Staaten.

Im islamischen Verständnis trägt das Wort „Islam“ in seiner Wurzel die Bedeutung „Frieden“ in sich. Die arabische Wortwurzel s-l-m steht für „wohlbehalten, in Sicherheit“, eben „in Frieden sein“. Auch das Wort Salam, Friede, ist daraus gebildet. Islam ist das Friedenmachen durch Hingabe an Gott: Ein Muslim, der sich Hingebende, findet dadurch Frieden mit sich selbst, seinen Mitmenschen und mit der gesamten Schöpfung.

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Freitagspredigt vom 09.03.2018

Herausragende Frauen im Islam

Bismillahir/Rahmanir/Rahim
Im Namen Allâhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Al salam alykum wa rahmatullah wa barakatuh –
Der Friede sei mit euch, die Barmherzigkeit Allâhs und Sein Segen!

Sure al-‚Alaq (Das Sich Anklammernde/die Keimzelle), Aya 1-5:

  1. Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf –
  2. Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden.
  3. Lies! Denn dein Herr ist gütig,
  4. Der durch die (Schreib-)Feder gelehrt hat –
  5. Den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.

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Freitagspredigt vom 02.03.2018

von Christian Awhan Hermann

Gemeinschaft im Islam

Unter der Obhut Allahs, der Göttlichen Barmherzigkeit, der göttlichen allumfassenden Gnade.

Alles Lob gebührt Allah. Wir preisen Gott, wir suchen Gottes Rechtleitung und Gottes Barmherzigkeit. Und wir suchen Zuflucht bei Allah vor unserer Schwäche und vor unseren Fehlern. Wen Allah leitet, den kann niemand in die Irre führen. Und wen Gott in die Irre führt, den kann niemand auf den rechten Weg bringen. Wir bezeugen, dass es niemanden gibt, der unserer Verehrung würdig ist außer Gott, der einen Göttlichkeit, die einzig ist und die keinen neben sich hat. Und wir bezeugen, dass Mohammed der Diener und Gesandte Allahs ist.

„Die Umma ist immer für Dich da, Bruder!“, höre ich immer wieder. „Die Umma sorgt schon für Dich“, hat man mir mehrfach versprochen. Und ich habe auch gelesen: „Die Umma ist die gesamte Gemeinschaft der Muslime.“

Das ist eine tolle Vorstellung: Eine weltweite Community, bestehend aus 1,7 Milliarden Muslimen, in der die Menschen miteinander gut umgehen und füreinander sorgen. Die Idee, dass wir Muslime alle quasi Brüder und Schwestern zueinander sind, ist ungeheuer ansprechend.

Wenn es denn so wäre.

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Freitagspredigt vom 23.02.18

Was ist Spiritualität?

Etwas Religiöses, sagen die einen, ein Staunen über die Natur, so ganz ohne Religion, sagen die anderen. Das ist so ein schönes Gefühl.

Fragt man junge Leute, dann werden sie vielleicht mit leuchtenden Augen sagen: „Gestern war ich beim Auftritt einer Rockband. Die machte so richtig Krach und wir fühlten uns mitgerissen, sangen mit, nein schrien mit, rissen unsere Hände im Takt mit nach oben. Wir fühlten uns wie eine einzige Gruppe, wie ein Mann mit tausend Armen, gleiche Gefühle, wir taten den gleichen Atemzug, es war ein unbeschreiblicher Zustand.

Zustand, Gefühle, Verbundenheit, das sind in erster Linie menschliche Begriffe!

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Freitagspredigt vom 16.02.2018

Rechtleitung im Islam

von Christian Awhan Hermann

Unter der Obhut Allahs, der Göttlichen Barmherzigkeit, der göttlichen allumfassenden Gnade

Alles Lob gebührt Gott, der Göttlichen Erhabenheit, dem Oberhaupt aller Welten. Wir danken Allah für die allgegenwärtige Gnade und Gaben und wir bitten Allah um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass wir die Göttliche Gunst empfangen werden. Der Göttliche Frieden und Segen sei mit allen Menschen

„Möge Allah Dich rechtleiten!“ – das ist ein Satz, den ich oft höre oder lese, seit ich zum Islam gekommen bin. Zumeist schwingt dabei ein jovialer oder fast abfälliger Unterton mit. Ganz nach dem Motto: „Ich weiß ja, dass ich Recht habe, und möge Gott Dir klar machen, dass meine Meinung die richtige ist.“ – oder auch: „Ich weiß grade nicht weiter, also soll sich bitte Gott drum kümmern.“

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