Der heilige Ramadan

Ramadan ist der 9. Monat und einer der vier heiligen Monate im islamischen Kalender. Da dieser sich nach dem 28-tägigen Mondzyklus richtet, verschiebt sich der Monat Ramadan jährlich um einige Tage nach vorne. Das Wort Ramadan ist abgeleitet von der Wortwurzel Ra-ma-dan, was die Hitze, Ruhelosigkeit und Härte beschreibt; Gemäß der Überlieferung des Propheten Muhammad (s.) wird er auch Gottesmonat (schahrullah) sowie Monat des Qur’an genannt, da der Qur’an in diesem Monat während der Nacht der Bestimmung (Lailat-ul-qadr) in das Herz unseres Propheten Muhammad (s.) eingegeben wurde. Er ist der einzige Monat, der im Heiligen Qur’an namentlich erwähnt ist und zwar in der Sure 2, Vers 185:

„Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an offenbart wurde, als eine Führung für die Menschen und als klares Zeugnis für die Rechtleitung und die Auseinandersetzung (zwischen Wahrheit und Unwahrheit).“

„Wir haben ja ihn während der Nacht der Bestimmung offenbart.“ (Heiliger Qur’an 97:1) Und: „Wir haben ihn in einer gesegneten Nacht geoffenbart.“ (44:3)

In diesem Monat ist es für jeden Muslim eine Hauptpflicht zu fasten, weil das Fasten eine der Fünf Grundsäulen des Islam ist, die er als Gottesdienst durchführen muss. Das wird im Qur’an in der Sure 2, Vers 185 geschrieben:

„Monat Ramadan: „In dem die Lesung als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt wurde, als Klarstellungen über die Rechtleitung und die Unterscheidung. Wer nun unter euch den Monat bezeugt, so soll er in ihm fasten. Und wer krank oder auf Reisen ist, dann gilt für ihn eine Anzahl späterer Tage. Gott möchte für euch die Erleichterung und möchte für euch nicht die Erschwernis. So sollt ihr die Anzahl vervollständigen und Gott hochpreisen dafür, dass Er euch rechtleitet, auf dass ihr dankbar seid.“

Fasten bedeutet, dass Muslime im Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und trinken dürfen, finden wir in Sure 2, Vers 187: „Erlaubt ist euch während der Nacht des Fastens der (sexuelle) Umgang mit euren Frauen. So sind sie euch ein Kleid und ihr seid ihnen ein Kleid. Gott wusste, dass ihr gegen euch selbst trügerisch zu handeln pflegtet, so vergab Er euch und verzieh euch. Nun verkehrt mit ihnen und trachtet nach dem, was Gott euch vorschrieb. Und esst und trinkt bis für euch der weiße Faden vom schwarzen Faden der Dämmerung erkennbar ist.“

Durch das Fasten kann man besser nachvollziehen wie es armen und hungernden Menschen geht. Der am eigenen Körper empfundene Mange sollte jeden Muslim dazu anregen, anderen zu helfen, die hungern oder die nur wenig zu essen haben, indem sie beispielsweise regelmäßig Hilfsorganisationen unterstützen oder Menschen mit wenig Geld zum Essen einladen.

Der Ramadan endet mit einem dreitägigen Fest, das auf Arabisch ‚Id al-Fitr‘ auf Türkisch Ramazan Bayramı (auch „Zuckerfest“) heißt. Das ‚Id bzw. Bayram ist eines der höchsten Feste des Islams. In dieser Zeit besucht man seine Freunde und Verwandte uns feiert und isst zusammen. Man gratuliert sich und drückt den Wunsch aus, dass Gott das Fasten der anderen annehmen möge.

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