Freitagspredigt vom 08.12.2017

Reformbewegungen im Islam

In Diskussionen fällt immer wieder die Bezeichnung: liberaler Islam, liberale Moschee.

Es bedeutet für unsere Moschee, dass wir auf der Grundlage von Demokratie und Menschenrechten unseren Islam leben wollen, das heißt: wir interpretieren und hinterfragen den Koran und die Sunna, auf unsere Zeit zugeschnitten.

Viele muslimische Gelehrte sagen heute : Wenn der Islam überleben soll und wenn er einen Universalitätsanspruch hat, dann muss sich die Auslegung des Korans und seine Anwendung nach den Umständen von Zeit und Ort richten.

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Freitagspredigt vom 01.12.2017

Der Islam hat unser heutiges Europa geprägt

     In unserem Sprachgebrauch gibt es viele Wörter, denen man es nicht ansieht, dass ihr Ursprung arabisch ist. Möchten Sie einen Caffee trinken, dazu Zucker, oder lieber aus einer Karaffe Limonade? Alkohol gibt es bei uns nicht. Möchten Sie dazu Aprikosen, oder lieber Orangen? Kittel, Jacke,  Mütze, Matratze, Koffer, das alles hat einen arabischen Ursprung, abgesehen von den meisten Gewürzen oder Arzneien.

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Freitagspredigt vom 24.11.2017

 Haus der Weisheit

Es gibt Dinge, über die man immer wieder sprechen kann, sei es über islamisches Wissen, über die islamische Lebensweise, über die islamische Geschichte, weil sie immer wieder von einer anderen Warte oder Blickpunkt aus gesehen werden kann. Man kann sie also immer wieder neu interpretieren. Ich glaube, deshalb bleibt zum Beispiel die islamische Geschichte so interessant. Immer wieder erfährt man etwas Neues oder Bekanntes wird von einer ganz anderen Seite dargestellt.

Bleiben wir bei der islamischen Geschichte. Sie ist für uns sehr wichtig- und eigentlich auch für den Rest der Welt.

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Freitagspredigt vom 10.11.2017

von einem Gemeindemitglied

Liebe Geschwister im Islam,

dass ich hier stehe und dies Predigt halte, dass ich Bücher schreibe, hat vorrangig einen Grund:

Wissen, Wissenserwerb, Verarbeitung und Weitergabe von Wissen. Das letzte ist für mich das Wichtigste dabei.

Allah ta‘ala wird mich vielleicht eines Tages fragen: „Was hast du mit dem Wissen gemacht? Hast du es richtig weitergegeben, das Wissen über die Dinge, was ich dir und der Menschheit auf den Weg mitgegeben habe?“ – Ich möchte nicht mit leeren Händen dastehen!

Gleich nach der Erschaffung des Menschen hat Gott ihm  etwas Besonderes mitgegeben, das, was er vorher bei keinem seiner Geschöpfe gegeben hat, vielleicht außer den Dschinn: Indem er dem Menschen die Worte genannt hatte, die Namen der  Dinge und ihre Bedeutung, gab er ihm Wissen mit auf seinem Weg. Wissen hat also einen sehr hohen Stellenwert.

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Freitagspredigt vom 13.10.2017

Als ich mir über die Khutba Gedanken machte, fiel mir etwas ein:  in einem Monat werden es 16 Jahre, dass ich Muslima bin. Zu Gott hatte ich schon eine gewisse Beziehung, aber vom Islam wusste ich eigentlich kaum etwas. Die Religion machte mir Angst. Fast auf jeder Seite des Koran habe ich gelesen, dass ich Gott fürchten soll. Das habe ich nicht verstanden: Wie kann man jemanden lieben, den man fürchten soll?

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Freitagspredigt vom 29.09.2017

von Seyran Ates

Es gilt das gesprochene Wort!

Liebe Gemeinde,

wie schön, dass wir wieder beisammen sind und gemeinsam das Freitagsgebet machen können.

Danke Gott, dass ich heute wieder zu euch sprechen darf.

Einige von uns sind erkrankt. Die Strapazen der letzten Wochen zeigen langsam bei jedem von uns körperliche Erschöpfung. Ihr habt alle Großartiges geleistet, viel Zeit aber noch viel mehr Liebe in unsere Moschee gesteckt. Ich weiß, dass einige von euch gerade erst wieder gesund geworden sind, und andere sich mit letzter Kraft heute hier eingefunden haben. Gott möge euch, uns allen weiterhin Kraft und Gesundheit geben. Das Licht in euch möge weiterhin so leuchten, wie ich es jedes Mal sehe, wenn ich in diesen Raum trete. Danke Gott für dieses Licht in uns.

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Freitagspredigt vom 22.09.2017

von Awhan (Christian Hermann)

Frohes neues Jahr!

Das habe ich bislang nur einmal alle 365 Tage gehört, in der Silvesternacht, beim Jahresübergang des Gregorianischen Kalenders.

Doch jetzt ist – zusammen mit dem Islam – ein zweiter Neujahrstag in mein Leben gekommen. Der heutige Tag markiert den Beginn des Jahres 1439 des islamischen Kalenders. Und er war und ist damit der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Dingen, denen ich mich heute hier widmen möchte.

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Freitagspredigt vom 15. September 2017

Am 11.09.2017 kam eine junge Frau zu uns in die Moschee. Sie lebt in Kanada und war ins Flugzeug gestiegen und nach Deutschland gekommen, um die Ibn Rushd-Goethe Moschee mit eigenen Augen zu sehen. Wir waren alle sofort begeistert von Mak und haben sie in unser Herz geschlossen. Und wir haben uns sehr gefreut, dass sie bereit war die Freitagspredigt zu halten.
Eine deutsche Version findet sich weiter unten.

Assalamu alaikum, brothers and sisters. I’d like to first begin by giving all thanks and praise to Allah (swt), our Lord and the Creator of the Universe. We beg Allah to guide us and protect us. My name is Mak Hashi, but for the majority of my life people have called me Mak and feel more than welcome to call me that as well. Perhaps you can just call me sister. That works too.

When I arrived in Berlin, my main goal was to visit this mosque and because I was curious about who came here. I had no idea what to expect for sure, but I didn’t expect to meet people like myself: ordinary and simple. Calling you sisters and brothers “ordinary” is not meant in anyway to diminish you at all — I think it’s quite a good thing to be simple because it’s a blessing from Allah (SWT). But I imagined that among you would be more obviously people because of the very nature of this beautiful place: a welcoming and loving place that extends itself as a haven to all.

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Freitagspredigt 18.8.2017

Menschenrechte im Islam  

In der Zeitschrift „Berliner Woche“, die jede und jeder in Berlin kostenlos in seinem Briefkasten vorfindet, habe ich am Mittwoch einen Artikel über Seyran Ates gelesen. Sie schreibt unter anderem: „ Wir hoffen, dass unter dem Dachverband der säkularen Muslime noch mehr liberale Moscheen in ganz Europa entstehen“

Wie oft stoßen wir auf Worte wie säkular, liberal. Dazu fehlen eigentlich nur noch die Wörter demokratisch  und humanistisch.

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Freitagspredigt

Sicher haben wir schon viele Vorträge gehört über das Wissen. Aber Wissen hat so viele Facetten und Bedeutungen und ist ungemein wichtig.

—-Das erste Wort , welches Allah Muhammad offenbarte, war „Lies!“  , etwas weiter heißt es: Der (das Schreiben) mit dem Schreibrohr gelehrt hat,    – lesen und schreiben!

Das bedeutet: Gleich von Anfang an wurden die Muslime zum Wissenserwerb aufgefordert.

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