Freitagspredigt vom 05.01.2018

Koran als eine Sphäre einer lebendigen Kommunikation zwischen Gott und Mensch

Ihr wisst: das Wort Koran bedeutet in der arabischen Sprache so viel wie Lesung, Rezitation, das Vortragen einer Botschaft von Gott. Ganz allgemein  gesagt: die grundlegende Bedeutung des Koran ist dieselbe wie die grundlegenden Botschaften der vorhergegangenen Bücher. Die darin enthaltenen Anweisungen, die dem Menschen eine Leitung, einen Weg geben, eine Rechtleitung, sind universell, für die gesamte Menschheit und für alle Zeiten. Die Sure 5:48 bestätigt es: „Wir haben das Buch mit der Wahrheit zu dir (Muhammad) herabgesandt, das bestätigt, was von der Schrift vor ihm da war und darüber Gewissheit gibt.“

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Koran erklärt: das Wort zum Freitag im Deutschlandfunk

von Christian M. Jolibois

Seit dem 6. März 2015 gibt es im Deutschlandfunk das Format „Koran erklärt“. Jeweils freitags um 9:55 Uhr trägt ein Sprecher Verse aus dem Koran vor, die von international renommierten Islamwissenschaftlern kommentiert und in ihrer geschichtlichen Bedeutung dargelegt werden.

„Es ist ausdrücklich keine muslimische Verkündigungssendung“, erklärte der Deutschlandfunk in seiner Pressemitteilung zum Start der Serie. Es gehe weniger um eine religiöse Ansprache der Hörer als vielmehr um eine sachgemäße Auseinandersetzung mit dem Inhalt der koranischen Verse und Suren sowie darum, einen „Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung zu leisten“.

Mit „Alle sprechen über den Koran, aber kaum jemand hat je darin gelesen“, beschrieb Dr. Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios, die Intention der Programmverantwortlichen. In einem Interview äußerte er sich dahingehend, dass man den Koran nur verstehen könne, wenn man ihn in seinen historisch-exegetischen Zusammenhang stelle.

Die Sendung „Koran erklärt“ vermittelt den Hörern auf einfache Weise solche Kenntnisse und Hintergründe über den Korantext. Der erste Beitrag vom 6. März 2015 behandelt das ewige Wort Gottes. Dr. Ömer Özsoy, Professor für Koranexegese an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und namhafter Vertreter der reformislamisch orientierten Schule von Ankara, erläutert dazu Vers 163 aus Sure 4.

Der Beitrag vom 28. Juli 2017 thematisiert die Verhüllung der Frau. Anhand von Vers 59 aus Sure 33 zeigt die pakistanisch-stämmige Dr. Mona Siddiqui, Professorin für Islamische und Interreligiöse Studien an der schottischen Universität Edinburgh auf, dass sich Gelehrte schon immer mit dem Kopftuch auseinandergesetzt haben. Allerdings in einer etwas anderen Weise, als dies heute geschieht.

Alle Beiträge von „Koran erklärt“ sind auf der Seite des Deutschlandfunks online abrufbar.

http://www.deutschlandfunk.de/koran-erklaert.2393.de.html