Spendenaufruf

Vor knapp einem Monat haben wir die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee eröffnet. Seit dem haben wir sowohl Solidarität und Unterstützung als auch Hass aus der ganzen Welt erfahren. Die Reaktionen waren so vielfältig und überwältigend, dass wir mit unserer ehrenamtlichen Arbeit kaum hinterher kommen. Es haben sich viele Menschen bei uns gemeldet, die Interesse an der Moschee haben, die nach Koranunterricht und Veranstaltungen fragen. All dem wollen wir gerne nachkommen, aber ehrenamtlich ist das nur schwer zu leisten.

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Berichterstattung über die Moschee in der (Presse)Welt

Islamische Welt/Singapur/Indien

https://tribune.com.pk/story/1438817/taboo-breaking-liberal-mosque-opens-berlin/

https://tribune.com.pk/story/1441403/turkey-says-liberal-german-mosque-incompatible-islam/

http://zeenews.india.com/europe/germany-opens-its-first-liberal-mosque-in-berlin-2016119.html

https://www.moroccoworldnews.com/2017/06/220209/german-woman-opens-liberal-mosque-berlin/
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Stellungnahme der Ibn Rushd Goethe Moschee zur Fatwa der ägyptischen Fatwa-Behörde Dar Al-Iftaa

(For English see below)

Wir haben mit großen Bedauern die Fatwa des ägyptischen Fatwa-Amts (Dar Al-Iftaa) zur Kenntnis genommen. Das Fatwa-Amt kritisiert unsere kürzlich gegründete Moschee in Berlin und sagt, dass gemischte Gebete, die von einer Frau (ohne Kopfbedeckung) und einem Mann angeleitet werden, einen „klaren Verstoß gegen die Regeln des Islam“ darstellen. Das Fatwa-Amt schließt ab mit der Feststellung, dass Gebete in unserer Moschee „nicht gültig“ seien.

Auch wenn wir verstehen, dass Wandel immer Kontroversen mit sich bringt, insbesondere wenn es sich um Geschlechterrollen in einem religiösen Kontext handelt, möchten wir das ägyptische Fatwa-Amt höflich darauf hinweisen, dass in der Zeit des islamischen Propheten Mohammed Männer und Frauen gemeinsam in der Moschee gebetet haben. Zudem möchten wir das Fatwa-Amt höflich darauf hinweisen, dass während der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka Frauen und Männer gemeinsam in der Anlage des Haram in Mekka sind. Ihre Körper berühren sich aufgrund des Andrangs zwangsläufig und niemand stellt hier die Gültigkeit der Gebete in Frage. Des Weiteren möchten wir Dar Al-Iftaa höflich daran erinnern, dass in den frühen Zeiten des Islams, als Sklaverei bedauerlicherweise immer noch existierte, Sklavinnen ohne Kopfbedeckung (oder Bedeckung der Brust) gebetet haben. Trotz dieser Art des Betens blieben sie Muslime, ihre Gebete wurden akzeptiert und niemals in Frage gestellt.

Vor allem möchten wir aber höflich darauf hinweisen, dass nur Allah Gebete annehmen oder ablehnen kann – und dass keine Person oder Institution die Position einnehmen kann, für unseren allmächtigen Gott zu sprechen.

Während unsere Stellungnahme sich vor allem auf islamische Traditionen beruft, möchten wir gerne hervorheben, dass Wandel in einer Religion so stattfinden sollte, dass die gesellschaftliche Realität von Geschlechtergerechtigkeit, Gleichberechtigung und der Wahrung der Menschenrechte zur Geltung kommt. Wir sehen dies als einen Akt der Liebe gegenüber unserer Religion und unserer Gemeinde und als Wertschätzung des universellen Prinzips der Gleichberechtigung.


Statement of the Ibn Rushd Goethe Mosque to the Fatwa issued by Dar Al-Iftaa

English:

We received with great sadness and disappointment the edict issued by Dar Al-Iftaa, the Egyptian Fatwa-Institute. It severely criticized our recently established mosque in Berlin, said that the mixed prayers led by a female (without covering her hair) and male Imams, represents a “clear violation of the rules of Islam” and concluded that the prayers conducted in the mosque are ‘not valid’.

While we understand that any change is bound to create controversy, let alone a change that touches on gender roles in a religious space, we respectfully would like to remind Dar Al-Iftaa that during the time of Mohammad the Prophet of Islam, women and men used to pray together in the Mosque; we would like to remind Dar Al-Iftaa that during the annual Islamic pilgrimage to Mecca both men and women pray and stand together in the Haram space. Their body are ultimately pushed and touched in a crammed space and no one questions the validity of their prayer. We also respectfully would like to remind Dar Al-Iftaa that in the early times of Islam, when slavery was sadly still an established institution, Muslim female slaves used to pray without covering their hair (or breasts for that matter). And that despite this way of praying, they remained Muslims, their prayers were accepted and were never put into question.

Most importantly, we respectfully would like to remind Dar Al-Iftaa that only God can accept or reject a prayer – and that no institution or person can place itself in a position as a speaker of our God Almighty.

While we alluded in our statement to our tradition, we would like to emphasize that change can and should take place in a religious place in a manner that reflects the social reality of gender equality and the equal dignity and rights of the human being. We are calling for this change respectfully. We are calling for it as a message of love to our religion and our community, and love for the universal principle of equality.

The Fatwa

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Ehrenamtliche HelferInnen gesucht

Liebe Freunde, HelferInnen und UnterstützerInnen der Ibn Rushd-Goethe Moschee,

die Einweihung der Ibn Rushd-Goethe Moschee am 16. und 17. Juni 2017 war ein großer Erfolg. Landesweit und auch international wurde über die Eröffnung berichtet.

Idealerweise ist eine Moschee an allen Tagen der Woche rund um die Uhr zugänglich. Derzeit befinden wir uns in der Aufbauphase und sind bestrebt, die Moschee von 11:30 Uhr bis 22:00 Uhr zu öffnen. Dafür sind wir auf Unterstützung angewiesen, um dieses Angebot gewährleisten und ausweiten zu können.

Wir freuen uns über ehrenamtliche HelferInnen, die daran interessiert sind, sich für die Ibn Rushd-Goethe Moschee praktisch und konstruktiv einzusetzen.

Alle, die an einer Mitarbeit interessiert sind, können sich ab sofort bei uns unter Gemeinde@ibn-rushd-goethe-moschee.de melden.

Eröffnungs-Predigt vom 16.6.2017 (Seyran Ates)

Liebe ALLE

Wir haben uns hier versammelt, wir haben diesen Ort hier geschaffen, um gemeinsam unsere Religion auszuüben, um unsere Religion kennenzulernen und anderen zu vermitteln. Wir wollen Zeichen setzen gegen islamistischen Terror, gegen den Missbrauch unserer Religion.

Aber sehr viel mehr geht es uns doch darum, einen Raum zu schaffen, wo wir nicht immer GEGEN etwas kämpfen, sondern FÜR etwas.

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„Wir schufen Euch als Völker und Stämme, dass Ihr Euch kennenlernt“

Warum ich die Gründung der  liberalen Moschee-Gemeinde in Berlin unterstütze? von Akram Naasan

„Ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, dass ihr einander kennen lernt. (Quran, 49:13)“

Akram Naasan ist kurdisch stämmiger leitender Notarzt in Mecklenburg und Vorpommern. Seit vielen Jahren fördert und leitet er eine internationale Hilfsorganisation. Unlängst haben er und seine Kollegen eine mobile Klinik in die Gegend von Mossul entsandt, die unabhängig von ihrer Herkunft allen offen steht. Jetzt tritt er für die Gründung einer liberalen Moschee, der Ibn Rušd-Goethe-Moschee in Berlin ein. Seine Mitwirkung bei der liberalen Moschee half viele Skeptiker zu überzeugen. 

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Eröffnung der Moschee am 16./17.6.2017

Heute haben wir unsere Moschee eröffnet, es war ein Fest großer Freude! Hier sind Ausschnitte des Tages in Bildern:

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